Mittagspausenbeschäftigung …

Futterspenden für die frei-/wildlebenden Katzen auf dem Viersener Friedhof verteilen. Mittlerweile sind dort alle (ausgesetzten) wohnhaften Katzen von Tierschützern kastriert worden um die stark wachsende Population in Viersen einzudämmen.

Jedes Jahr aufs Neue stehen auch Viersener Tierschützer hilflos einer wahren Schwemme von Katzennachwuchs gegenüber. So niedlich sie auch aussehen, viele von ihnen habe keine Chance jemals ein Zuhause zu finden. Es sind einfach zu viele. Eine Katze kann zweimal pro Jahr tragen und jeweils vier bis sechs Junge zur Welt bringen. Zwar werden Katzen, die jedes Jahr Nachwuchs bekommen, nicht so alt wie kastrierte Tiere, aber selbst wenn man von einem Höchstalter von nur fünf Jahren ausgeht, kann die Katze in ihrem Leben 40 bis 60 Junge gebären. Nach sechs Monaten sind auch die Kleinen geschlechtsreif und vermehren sich wieder – somit entsteht nach nur einem Katzenleben eine Population, die nicht mehr überschaubar ist.
Noch größere Ausmaße bekommt das Problem durch verwilderte Katzen, die ausgesetzt oder zurück gelassen wurden und zum Großteil nicht kastriert sind. Diese Tiere vermehren sich völlig unkontrolliert so, dass aus wenigen ausgesetzten Tieren schnell eine große Population verwilderter Straßenkatzen werden kann. Allein in Deutschland, in einem Land, in dem vergleichsweise wenige Straßentiere leben, gibt es schätzungsweise zwei Millionen verwilderte Katzen.
In den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, RheinlandPfalz und Nordrhein-Westfalen können Gemeinden und Städte mittlerweile Kastrations- und Registrierungspflichten für freilaufende Katzen basierend auf § 13b Tierschutzgesetz erlassen. Schon über 350 Orte in Deutschland haben diese Möglichkeit bereits genutzt, um die vorhandene Katzenpopulation einzudämmen. Als erste Stadt in Deutschland hat Paderborn im Jahr 2009 eine Kastrationspflicht für Freigänger eingeführt. Allerdings ist dies noch immer nur ein Bruchteil der Orte in Deutschland, denn die Einführung der Kastrationspflicht bleibt freiwillig.

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